Waldhäuser weihen Rasensportplatz ein
Mitglieder haben 1000 Stunden mitangepackt Hammer wünscht sich "verletzungsfreie Fußballspiele"
Weilburg-Waldhausen. Nach einer Bauzeit von rund 13 Monaten sind der neue Rasensportplatz und das sanierte Sportheim des Turn- und Sportvereins Waldhausen offiziell eingeweiht worden.
"Die lange Unbespielbarkeit des Platzes hat ein großes Loch in unsere Vereinskasse gerissen. Wir haben knapp vor der finanziellen Pleite gestanden", sagte Jochen Hammer, Vorsitzender des TuS. Es sei nur einigen Vereinsmitgliedern zu verdanken, die mit Geldzuwendungen offene Rechnungen beglichen hätten, dass die "Räder weiter am Laufen gehalten werden konnten". Mit dem neuen Rasensportplatz und dem sanierten Sportheim könne der Verein positiv in die Zukunft blicken. Hammer, der sich vor allem faire und verletzungsfreie Fußballspiele wünscht, nutzte die Feier, um vielen "danke" zu sagen: den Gremien, Firmen, Sponsoren und vor allem den ehrenamtlichen Helfern und Vorstandsmitgliedern.
Die Eigenleistung des Vereins hätte bei rund 1000 Stunden gelegen. Weilburgs Bürgermeister Hans-Peter Schick (parteilos) lobte die "Kombination Hammer-Hardt vom TuS Waldhausen" - Vorsitzenden Jochen Hammer und Kassierer Benjamin Hardt, deren Engagement sich gelohnt habe. "Es ist zwar nicht der erträumte Kunstrasenplatz geworden, aber ohne Schulden haben wir ein neues Sportgelände geschaffen", so Schick. Für einen Kunstrasenplatz hätte die Stadt mindestens 200 000 Euro Schulden machen müssen.
310 100 Euro mit Land finanziert
Dies sei in der heutigen Zeit nicht verantwortbar. Waldhausen hätte jetzt einen qualifizierten Rasensportplatz, der gut gepflegt und gewartet werden müsste.
Wie genau sind der neue Rasensportplatz und das Sportheim finanziert worden? Der Bürgermeister nennt Zahlen: Die Kosten für die Stadt Weilburg belaufen sich für den Rasensportplatz auf 251 600 Euro und 50 500 Euro für das Sportheim; rund 3000 Euro wird der Verein noch für den Innenausbau des Sportheims erhalten.
Finanziert werden diese 310 100 Euro mit 260 000 Euro aus dem Konjunkturprogramm des Landes Hessen, mit einem Zuschuss des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport in Höhe von 10 000 Euro sowie mit Eigenmitteln der Stadt Weilburg in Höhe von rund 40 000 Euro.
Während der Einweihungsfeier, zu der Mitglieder, Freunde und Gönner des Vereins gekommen waren, zeigten Spieler aus Waldhausen mit dem vereinseigenen Schiedsrichter Klaus Erle ihr fußballerisches Können. Auch sorgten zwei Mädchentanzgruppen des TuS Waldhausen für Unterhaltung: die "Tanzmäuse" von Ilka Langenbach und Romy Kaczmarek sowie die "Blue Teens" unter der Leitung von Andrea Jäger und Simone Röckel.
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